Am 24. August wurde die städtische Wohnhausanlage an der Waidhausenstraße 28 im 14. Bezirk nach der Wiener Gemeinderätin Käthe Jonas benannt. Käthe Jonas war schon im 2. Weltkrieg eine leidenschaftliche Vertreterin der Arbeiterinnen in der ehemaligen Schrack-Fabrik, für ihre politische Gesinnung wurde sie mehrmals von der Gestapo verhaftet, verhört und interniert. Nach dem Ende des “tausendjährigen Reiches” half sie sofort am Wiederaufbau der 2. Republik. Frauenrechte waren eines ihrer Anliegen, Käthe Jonas wurde Bezirksrätin, von 1954 bis 1969 wirkte sie als Gemeinderätin. Da Käte Jonas Jahrzehnte in einer Wohnung der Stiege 3 wohnhaft war und einige ältere MieterInnen die Namensgeberin noch persönlich kannten, wurde der Umbenennung auf ausdrücklichem Wunsch der Mieterinnen und Mieter vertreten durch die MieterbeirätInnen zugestimmt.

(v.l.n.r.: Staatssekretär Dr. Andreas Schieder, Mieterbeirat Alfred Jelinek, BVin Andrea Kalchbrenner, Vizebürgermeister Michael Ludwig)
Am Freitag, den 20. August 2010, nahm Vizebürgermeister Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig die offizielle Namensgebung der städtischen Wohnhausanlage an der Schluckergasse 1-13 inHietzing vor. Damit wird der ehemalige Gemeinderat Heinrich Hies von der Stadt Wien geehrt.
Heinrich Hies (1934 – 2003))
Heinrich Hies wurde am 19. Oktober 1934 in Wien geboren. Er bekleidete zahlreiche Funktionen in Hietzing. 1969 wurde er erstmals in die Bezirksvertretung gewählt, der er bis 1987 angehörte. Als Bezirksrat setzte sich Hies für die Errichtung des Gemeindebaus Schluckergasse 1-13 ein, der jetzt nach ihm benannt wurde. Zuletzt war er in der Hietzinger Bezirksvertretung Klubobmann der SPÖ-Bezirksräte. 1987 wechselte er in den Wiener Gemeinderat und Landtag und übte dort sein Mandat bis 1991 aus. Beruflich war Hies Offizier beim Bundesheer, wo er sich auch lange Zeit in der Gewerkschaft, u.a. im Zentralausschuss der Personalvertretung beim Bundesministerium für Landesverteidigung, betätigte.
Für seine großen Verdienste um die Stadt Wien wurde Hies u.a. mit dem Silbernen Verdienstzeichen der Stadt sowie dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien geehrt.
Heinrich Hies starb am 20. Oktober 2003 in Wien und wurde auf dem Hernalser Friedhof bestattet.
(Quelle: http://www.wien.gv.at/rk/msg/2010/08/23005.html)

v.li.n.re.: BV-Stv Reinhard Feistritzer, Witwe Christine Hies und Vbgm Michael Ludwig
Ursprünglich als Mietshaus geplant wurde der Metzleinstaler Hof am Margaretengürtel 90-98 im 5. Bezirk im Jahre 1920 als erster “echter” Gemeindebau Wiens eröffnet. Als Archchitekt der ersten Ausbaustufe zeichnete Robert Kalesa verantwortlich. Unter dem Architekten Hubert Gessner wurde Anfang der 20er Jahre der zweite Bauabschnitt vollendet. Die beeindruckenden keramische Verzierungen in Form vonfarbigen Majolikareliefs an Fenstern und Fassaden, die nun hinzugefügt worden sind, sind ein Blickfang für jeden Besucher. Die schlussendlich 244 Wohnungen umfassende Anlage wurde Grundlage für zahlreiche spätere Gemeindebauten in ganz Wien. Stiegenhäuser, die vom Hof zugänglich sind, Sozialeinrichtungen wie eine zentrale Bade- und eine Wäschereianstalt, ein Kindergarten, eine Bibliothek, Klubräume sowie eine Lehrlingswerkstatt waren vorbildhafte Einrichtungen, die auch in vielen, später erichteten städtischen Wohnhausanlagen zu finden sind.

Die Ausstellung “Wagner-Schule: Rotes Wien” im Wagner:Werk Museum Postsparkasse widmet sich dem Gemeindebau und seinen Vätern, den Schülern Otto Wagners.
Am Beginn des 20. Jahrhunderts waren das Leben und Wohnen in Wien geprägt von fehlenden Toiletten, mangelnden Wasseranschlüssen, Gangküchen und Ein-Zimmer-Wohneinheiten. Weiters wurde Wien nach dem Zusammenbruch der Monarchie zur Heimat zehntausender arbeits- und heimatloser Beamten und Kriegsflüchtlingen geworden, was die Situation am Wohnungsmarkt noch stärker anspannte. Erst mit der Gründung des Bundeslandes Wien am 1. Januar 1922 wurde das “Rote Wien” möglich. Wien war damit die einzige Millionenstadt, die von Sozialdemokraten regiert wurde. In Folge wurde im Rahmen der sozialistischen Kommunalpolitik über 60.000 Wohnungen geschaffen. Neu Maßstäbe im Wohnbau setzte vor Allem die Qualität der neuen Wohnhausanlagen, die ein breites Angebot an Infrastruktur für den täglichen Bedarf sowie Einrichtungen und Orte der Begegnung wie Bibliotheken oder Theater zur Verfügung stellte. Die herausragenden städtischen Wohnhausanlagen erfreuten sich aufgrund der sehr guten Infrastruktur und der Leistbarkeit des Wohnraumes großer Beliebtheit, sodass im Jahr 1934 bereits ein Zehntel der Wiener Bevölkerung in Gemeindewohnungen lebte.
Die Gesamtbilanz der damaligen Wohnbaupolitik ist deutlich: Insgesamt wurden von der Gemeinde Wien innerhalb von 14 Jahren 61.175 Wohnungen in 348 Wohnhausanlagen, 42 Siedlungsgruppen mit 5.257 Siedlerhäusern und 2.155 Geschäftslokale errichtet.
Die Ausstellung kann vom 6. Juli bis 28. August 2010 von Montag bis Freitag von 9 – 17 Uhr, und Samstags von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt beträgt 5,00 EUR, für Schüler, Studenten und Senioren 3,50 EUR. Eintritt frei für Kunden der BAWAG P.S.K. gegen Vorweis ihrer Kundenkarte. Nähere Informationen finden Sie unter der Telefonnummer (01) 534 53 – 33825 oder auf www.ottowagner.com
Wo:
WAGNER:WERK Museum Postsparkasse
der BAWAG PSK
Großer Kassensaal
Georg Coch-Platz 2, 1018 Wien
Mit der Benennung des Gemeindebaus in der Donaustädter Ziegelhofstraße in “Franz-Karl Effenberg Hof” ehrt die Stadt Wien den ehemaligen Donaustädter Bezirksvorsteher Franz-Karl Effenberg posthum. Vizebürgermeister Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig und Bezirksvorsteher Norbert Scheed nahmen am Freitag, dem 02.07.2010, die offizielle Namensgebung vor. In seiner politischen Tätigkeit engagierte sich Franz-Karl Effenberg unter anderem für die Schaffung des Nationalparks Donauauen, dessen Miterfinder er als begeisterter Naturfreund war. In der Donaustadt setzte er sich vor allem für die Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen ein. So gründete er unter anderem das “Forum Kagran”, das sich der Aufgabe widmete, jungen Menschen zu Lehrstellen und besserer Ausbildung zu verhelfen. Effenberg lag auch die Zusammenarbeit mit den niederösterreichischen Nachbargemeinden und den Nachbarbezirken sehr am Herzen: Im Rahmen des Regionalen Managements wurden gemeinsam mit Floridsdorf und niederösterreichischen Gemeinden Projekte entwickelt. Um die Lebensqualität im Bezirk zu erhöhen, widmete er sich auch der Infrastrukturverbesserung in der Donaustadt. In seine Amtszeit fallen unter anderem die Eröffnung des Andromeda Tower und die Fertigstellung des Wohnpark Donaucity. Bezirksvorsteher Norbert Scheed betonte: “Franz-Karl Effenberg ist für uns in seinem Wirken Vorbild und Auftrag. Unvergessen, wie er stets die Menschlichkeit in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellte und wie er sich mit großer Zielstrebigkeit und außerordentlichem Engagement für die Donaustädterinnen und Donaustädter einsetzte. Er war ein Bezirksvorsteher, wie man sich ihn nicht besser vorstellen kann.”
