Aug 252010

Die 1928 errichtete städtische Wohnhausanlage an der Breitenfurter Straße 242 steht seit 2005 unter Denkmalschutz. Mieter gibt es seit langem keine mehr. Das wird sich 2011 ändern, da das gesamte Gebäude von Grund auf saniert und dem modernen Standard angepasst wird. “Die umfassenden Planungen und Vorbereitungen wurden zur Gänze bis ins Detail mit dem Bundesdenkmalamt abgestimmt”, betonte Vizebürgermeister Michael Ludwig. So werden für die künftigen Mieterinnen und Mieter neue Gemeinschaftsräume, hofseitige Balkone für alle Wohnungen und barrierefreie Zugänge zu allen Örtlichkeiten geschaffen. Nach Abschluss der Arbeiten soll das Gebäude auch den Niedrigenergiestandard erfüllen, wodurch bis zu 85% der Heizkosten gespart werden können. Insgesamt wurde ein Investitionsvolumen von 1,22 Millionen Euro veranschlagt.  

gemeindebau breitenfurterstrasse

(Bild: Stadt Wien)

Aug 202010

Der “Infopoint für Wohnungsverbesserung” der Stadt Wien steht BürgerInnen in allen Fragen rund um die Themen Wohnungsverbesserung, Biomasse-, Öko- und Solarförderung, behindertengerechte Umbaumaßnahmenthermische Sanierung von Ein- und Zweifamilienhäusern und Sicherungsmaßnahmen in Wohnungen und Eigenheimen kostenlos zur Verfügung. Die Informationsgespräche werden von einem sachkundigen Vier-Personen-Team persönlich beziehungsweise telefonisch durchgeführt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

  • Telefonische Beratung unter +43 1 4000 74860:
    Montag bis Freitag von 8 bis 15 Uhr
  • Persönliche Beratung vor Ort:
    Montag bis Freitag von 8 bis 13 Uhr
  • Abgabe von Förderanträgen und allgemeine Auskünfte in der Kanzlei:
    Montag bis Freitag von 7.30 bis 17 Uhr

(v.l.n.r.: Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig, MA25-Leiter DI Hermann Wedenig und MA 50-Leiter Dr. Dietmar Teschl bei der Eröffnung des “Info-Points für Wohnungsverbesserung in der Muthgasse)

May 252010

Seit 2008 wurde das Sanierungsvolumen für die Gemeindebauten von der Stadt Wien mehr als verdoppelt.
“2010 wird Wiener Wohnen die Gesamt-Sanierungsleistung auf rund 42 Wohnhausanlagen mit rund 10.000 Wohnungen – bei Investitionen von rund 251 Mio. Euro – steigern”, so Vizebürgermeister Dr. Michael Ludwig. Damit die Sanierungen auch gut geplant und durchgeführt werden können, hat Wiener Wohnen ein zentrales Sanierungsmanagement eingerichtet. “Am Standort der Wiener Wohnen- Sanierungszentrale in der Guglgasse im 3. Bezirk arbeiten Expertenteams ausschließlich für den Bereich der Sanierungen. Die Gemeindebausanierungen werden zentral geplant und gesteuert, um Sanierungsverfahren zu beschleunigen und den effizientesten Einsatz der Mittel sicherzustellen.”, erläutert Ludwig. In der Wiener Wohnen- Sanierungszentrale wird auch bereits intensiv an Vorhaben für die Jahre 2011 und 2012 gearbeitet. Fixiert seien bereits Sanierungsmaßnahmen in 157 Gemeindebauten mit rund 16.800 Wohnungen. Dafür werde von Wiener Wohnen auch die Investitionssumme von rund 404 Mio. Euro bereit gestellt.

All diesen Sanierungen geht eine intensive Vorbereitung voraus. Der Zustand und die Bausubstanz aller Wiener Gemeindebauten werden laufend überprüft. Für all jene Wohnhausanlagen, in denen neben den gewöhnlichen Erhaltungsarbeiten auch eine umfassende Sanierung geplant ist, wird ein entsprechendes Sanierungskonzept ausgearbeitet. Darin werden die notwendigen Maßnahmen mit entsprechenden Kostenschätzungen und auch die möglichen Förderungen berücksichtigt. Die Anliegen und Wünsche der Mieterinnen und Mieter werden bereits bei der Erstellung des Konzepts berücksichtigt und die geplanten Maßnahmen auch mit den MieterInnen bzw. den MietervertreterInnen abgestimmt.

Jan 182010

von Manfred Domschitz

Der Frieda-Nödl-Hof hat die Landstraßer Adresse Rochusgasse 3-5. Der Frieda-Nödl-Hof ist etwas ganz besonderes. Der Frieda-Nödl-Hof zerfällt nämlich. So befürchtet es zumindest der Landstraßer Gemeinderat Matthias Tschirf (ÖVP). “Schimmel, Risse und bröckelnde Fassade” nennt Tschirf “skandalös” und “keinem Menschen zumutbar”. Wiens Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) kontert – zwar nicht in der Sache, aber dafür mit dem Argument, dass eine umfassende Sanierung des Nödl-Hofes ohnehin unmittelbar bevor stünde.

Von außen betrachtet wirkt das Ganze ein wenig wie Theaterdonner mit einer Prise Vorwahlkampf. Denn: Wer die Vorlaufzeiten bei Sanierungen kennt, der weiß auch, dass ein Wohnbaustadtrat sie nur dann via Presseagentur als “unmittelbar bevorstehend” bezeichnen kann, wenn die Maßnahmen längst vorbereitet werden. Das wiederum sollte der Gemeinderat Tschirf dann aber wissen. Es sei denn, die Vertreter der ÖVP im Wohnbauausschuss haben besseres zu tun, als der dortigen Debatte zu folgen. Vielleicht gehorcht Tschirf jedoch auch nur einer guten, alten Tradition: Dem Karl-Marx-Hof haben seine Vorgänger als Rathaus-Oppositionelle schließlich schon in den Zwanzigerjahren vorhergesagt, dass er garantiert einstürzen werde.

Es wird also nichts so heiß gegessen, wie man es in den Wahlkampfküchen kocht. Uns als Vereinigung der Wiener Mieterbeiräte liegen vor allem zwei Dinge am Herzen: Nämlich dass die Ankündigungen aus dem Wiener Wohnbauessort zügig umgesetzt und dass die Mietervertreter des Frieda-Nödl-Hofes schon bei der Vorbereitung der Sanierung mit eingebunden werden. Dann sind wir auch sicher, dass am Ende selbst der Herr Gemeinderat Tschirf wird sagen können: “Alles ist gut!”

Hintergrundwissen: Der Frieda-Nödl-Hof (3., Rochusgasse 3-5) wurde in den Jahren 1976-78 nach Plänen von Herbert Müller-Hartburg errichtet. Frieda Nödl (1898-1979) wurde als Aktivistin des antifaschistischen Widerstandes im Juni 1939 von der Gestapo verhaftet und zu mehrjähriger Haft verurteilt. Nach dem Krieg gehörte Frieda Nödl von 1945 bis 1964 dem Wiener Gemeinderat an.

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