Jan 242012

Insgesamt 1.900 HausbesorgerInnen sind heute noch in den Wiener Gemeindebauten für die Betreuung der Wohnhausanlagen beschäftigt. Sie sorgen das ganze Jahr über für ein gepflegtes Wohnumfeld und – speziell in den Wintermonaten – für die Sicherheit der BewohnerInnen und Passanten auf Gehsteigen und Fußwegen. Exakt 1.824.955 Quadratmeter befestigte Außenfläche, das entspricht deutlich mehr als die Gesamtfläche des 4. Wiener Gemeindebezirks, werden derzeit von den HausbesorgerInnen in den Wiener Gemeindebauten betreut. Die HausbesorgerInnen sind für den Winter bestens gerüstet. Unterstützt werden sie von rund 1.900 maschinellen Geräten. Die Traktoren, Hand-Schneeräumgeräte und Streuwägen wurden im Sommermonaten auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft und gewartet. Neben dem bereits vorhandenen Streugut wurden im Herbst 690.000 kg  Streusplitt, 560.000 kg Salz und 317.000 kg Kaliumcarbonat (Blähton) von den HausbesorgerInnen bevorratet.

Da der Winterdienst und die winterliche Betreuung zu gegebener Witterung unmittelbar erfolgen muss, wurden für all jene Wohnhausanlagen, die weder in der Betreuung von den HausbesorgerInnen liegen, noch von den MitarbeiterInnen der Wiener Wohnen Haus- & Außenbetreuung abgedeckt werden können, zusätzliche Fachfirmen beauftragt. Insgesamt 12 konzessionierte Unternehmen zeichnen für die winterliche Betreuung von insgesamt 675.000 Quadratmeter befestigter Flächen verantwortlich.

Gesetzlich ist der Winterdienst und die Verpflichtung zur Schneeräumung sowie die Sicherung von Gehwegen in Wohnhäusern und im Gebäudebereich klar geregelt. In der Zeit von 6.00 bis 22.00 Uhr müssen die Gehwege von Schnee geräumt sein und bei Glatteis bestreut werden. Dabei müssen zwei Drittel des Gehweges, jedenfalls aber mindestens 1,5 Meter, von Eis und Schnee frei sein. Verantwortlich dafür sind die jeweiligen Hauseigentümer bzw. die von ihnen beauftragten Unternehmen oder Personen. Auch die Haftungsfragen bei Unfällen sind klar geregelt. Wurde nicht oder nicht ausreichend geräumt bzw. der verpflichtenden Sicherung der Gehwege bei Eisbildung nicht nachgekommen, haften bei Schäden die jeweiligen Hauseigentümer bzw. die von ihnen beauftragten Hausbesorger oder Firmen.

Auskünfte zur Schneeräumung und zur  winterdienstlichen Betreuung geben die MitarbeiterInnen der Wiener Wohnen Service-Nummer 05 75 75 75. Unter dieser rund um die Uhr erreichbaren Servicenummer werden auch Meldungen über Mängel bzw. Beschwerden entgegen genommen. Eingehende Meldungen werden unmittelbar überprüft und schließlich die notwendigen Schritte eingeleitet.

Jan 102012

Aufgrund der vielen Fragen, die uns gestellt wurden, versuchen wir mit dem Artikel zum diesen Thema mehr Klarheit zu bringen:

Mit den Wiener HausbetreuerInnen, die täglich in der von ihnen betreuten Wohnhausanlage vor Ort sind und fixe, den MieterInnen bekannte, Sprechstundenzeiten haben, wird dem vielfachen Wunsch nach der “guten Seele” im Haus entsprochen. Der Leistungumfang bezieht sich auf die Reinigung der gesamten Innen- und Außenbereiche zu klar festgelegten Dienstzeiten. Ausgenommen davon ist der Winterdienst, der aufgrund der geltenden Bestimmungen des Arbeitszeit- und Arbeitszeitruhegesetzes nicht möglich ist. Bei Schneefall ist vorgesehen, dass die Wiener HausbetreuerInnen die vorherrschenden Witterungsverhältnisse telefonisch an die Einsatzleitung der Wiener Wohnen Haus- & Außenbetreuung melden und bei Gefahr in Verzug – etwa bei Blitzeisbildung – eine Streuung durchführen. Denn anders als die Hausbesorgerinnen und Hausbesorger, die vom allgemein Arbeitszeitruhegesetz ausgenommen sind, müssen die Wiener HausbetreuerInnen, die eben nicht auf Basis des nunmehr auslaufenden, früheren Hausbesorgergesetz beschäftigt werden können, gemäß der gesetzlichen Rahmenbedingungen die Ruhezeiten einhalten und dürfen die vorgeschriebenen Maximalarbeitszeiten nicht überschreiten.

Die Aufgaben der Wiener HausbetreuerInnen im Überblick:

Fachgerechte Reinigung der zugeordneten Bereiche; Eingeschränkter Winterdienst und Meldung von Schneefall an die Einsatzzentrale, Durchführung von Sofortmaßnahmen bei Gefahr in Verzug; Kontrolle der Wohnhausanlagen und Meldung eventueller Schäden an die Hausverwaltung Wiener Wohnen; Durchführung einfacher Kleinreparaturen oder Unterstützung des Technikteams zur Durchführung von größeren Reparaturarbeiten; Lagerverwaltung und Materialanforderung; direkte AnsprechpartnerInnern mit fixen Sprechstunden für MieterInnen und MietervertreterInnen und damit die Kommunikationsschnittstelle zur Hausverwaltung Wiener Wohnen; Entgegennahme und Weiterleitung von Anfragen, Wünschen und Anregungen der MieterInnen an die Hausverwaltung; Einführung von NeumieterInnen in der Wohnhausanlage; Konfliktmanagement.

Die Wiener HausbetreuerInnen werden mit dem Ziel der internen Qualifikation auf ihre Aufgaben praktisch und fachlich bestens vorbereitet. Neben der allgemeinen Einführung werden die neuen MitarbeiterInnen durch den Einsatz in einem erfahrenem Team umfassend mit der professionellen Reinigung und Durchführung von Reparaturen – gemäß den Standards der Haus- und Außenbetreuungs GmbH – vertraut gemacht. Neben der rund sechswöchigen praktisch-fachlichen Einschulungsphase werden auch noch spezielle Qualifikationen erworben. Verpflichtend vorgesehen ist etwa eine Aufzugsschulung, um die Betreuung der Lifte gemäß der geltenden Rechtsvorschriften gewährleisten zu können. Außerdem werden die MitarbeiterInnen auch in Kommunikation und Methoden der Konfliktmenagement geschult. Am Ende der berufsbegleitenden Ausbildung, die rund ein halbes Jahr dauert, erhalten die MitarbeiterInnen ein eigenes Ausbildungszertifikat. Von den derzeit 92 beschäftigten HausbetreuerInnen haben bereits 59 diese zertifizierte Ausbildung absolviert. 30 von ihnen konnte Mitte Dezember das entsprechende Zertifikat überreicht werden.

Die Wiener HausbetreuerInnen werden nach der zu reinigenden Fläche (Stiegenhäuser, allgemeine Flächen) und den zu verrichtenden Tätigkeiten leistungsgerecht entlohnt. Bei der Zuordnung der zu betreuenden Gebäudeteile wird darauf geachtet, dass neben der Reinigung, den Kontrollgängen und Kleinreparaturen auch Zeit für die MieterInnen vorhanden ist. Der direkte Kontakt zwischen den MieterInnen und den Wiener HausbetreuerInnen ist ein von WienerInnen vielfach geäußerter Wunsch, dem durch diese Regelung Rechnung getragen wird. Im Gegensatz zu den bisherigen HausbesorgerInnen ist keine Dienstwohnung vorgesehen.  Die Vertretung während des Urlaubs oder im Krankheitsfall erfolgt durch Teams der Wiener Wohnen Haus- & Außenbetreuung und kann nicht, wie bei den bestehenden HausbesorgerInnen, selbst geregelt wird.

Vor diesem Hintergrund wird schließlich im Vorfeld in jeder Wohnhausanlage. wo entsprechende Wünsche nach dem neuen Model der Wiener HausbetreuerInnen vorliegen, darüber abgestimmt, ob dieser Wunsch auch von der Mehrheit der Hausgemeinschaft getragen ist. Zudem gilt es, diese Wohnhausanlagen mit den BewerberInnen bzw. den verfügbaren Kapazitäten von bereits bestehenden Wiener HausbetreuerInnen, die im direkten Umfeld wohnen, in Einklang zu bringen. Grundsätzlich müssen BewerberInnen nicht über eine fertige Berufsausbildung verfügen. Die entsprechende Ausbildung wird von der Wiener Wohnen Haus- & Außenbetreuung berufsbegleitend angeboten. Auch Teilzeitbeschäftigungen sind möglich.

Interessierte melden sich bei: Wiener Wohnen Haus- & Außenbetreuung GmbH, Landstraßer Hauptstraße 99/1/3A, 1030 Wien oder www.hausbetreuung-wien.at

Dec 132011

Kleingebrechen, die mit geringem Aufwand behoben werden können – das sind rund zwei Prozent aller Reparaturen – werden dabei direkt bei der Wiener Wohnen-Objekttechnik beauftragt und von den dortigen MitarbeiterInnen zügig behoben. “Eine Vorgangsweise, die sich beim Pilotprojekt bestens bewährt hat. Der nächste Schritt – die Ausweitung des Projekts (in Liesing gestartet) auf weitere Bezirke im Süden Wiens – wurde daher kürzlich realisiert”, informierte Wohnbaustadrat Michael Ludwig.

Bei der neuen Vorgehensweise wird die Schadensmeldung wie bisher bei der Wiener Wohnen-Servicenummer aufgenommen, bei Kleingebrechen wird sie jedoch nicht dem zuständigen Werkmeister im Wiener Wohnen-Kundendienstzentrum übermittelt, sondern die Reparatur wird sofort und direkt bei der Wiener Wohnen-Objekttechnik beauftragt.

Parallel zum stufenweisen Ausbau des Projekts werden drei Objekttechnik-Standorte – im 10. Bezirk, an den Bezirksgrenzen 16./17 sowie dem 21./22. Bezirk – eingerichtet, in denen u.a. Lager für Werkzeuge, Leuchten etc. untergebracht sind. 25 ausgebildete Fachkräfte sind derzeit bei der Objekttechnik tätig.

Nov 212011

Seit rund einem Jahr heißen GemeindebaubewohnerInnen im Rahmen von “Willkommen Nachbar!” neue MieterInnen in ihren Wohnhausanlagen willkommen und unterstützen sie bei der Eingewöhnung in ihr neues Zuhause. In jeder Hausgemeinschaft gibt es, neben der Hausordnung, auch Gepflogenheiten, die einem rücksichtsvollem Zusammenleben dienen und die eine wichtige Rolle im Miteinander einer Wohnhausanlage spielen. Für NeumieterInnen ist es daher hilfreich, wenn ihnen diese Gewohnheiten von alteingesessenen NachbarInnen näher gebracht werden.

Kornelia Schrammel, Mietervertreterin und “Willkommen Nachbar!”-Teilnehmerin der ersten Stunde im Bohmannhof in Wien-Donaustadt begrüßt seit einem Jahr neue NachbarInnen in ihrem Gemeindebau, in dem sie seit 1983 lebt. Sie erinnert sich an ein besonderes nettes Erlebnis. So hat sie vor ein paar Monaten eine Familie begrüßt, deren Vater bei einer Schokoladenfabrik in der Nachtschicht arbeitet. Erst wollte er sie nicht herein bitten, da er zu müde von der Arbeit war. Doch dann entschied er sich anders und es ergab sich ein freundschaftliches Gespräch, von dem Kornelia Schrammel sogar mit einem großen Sackerl voll Schokolade wieder nach Hause ging. “Viele Menschen haben Angst den ersten Schritt zu tun, ihre neuen NachbarInnen kennenzulernen. Das Projekt und die Begleitung durch wohnpartner hilft dabei, diese Schwellenangst abzubauen. Ich hatte bei meinen etwa zwanzig Begrüßungen nur positive Erlebnisse”.

Monika Riedl, Mietervertreterin im Gemeindebau Arabellagasse 3 im 23.  Bezirk steht mit ihren sieben MitarbeiterInnen in den Startlöchern und wollen sich vom Treffen noch praktische Tipps für ihre “Willkommen Nachbar!”-Begrüßungen holen. “Die Begrüßungsmappen sind schon fertig, jetzt besuchen wir noch die wohnpartner-Schulungen und dann geht es los”,  freute sich Riedl.

Die Idee zu “Willkommen Nachbar!” stammt von Karl Kainz, einem engagierten Mieter des Ernst-Bevin-Hofs in Wien-Hernals. Er wollte seine guten Kontakte – die er speziell zu BewohnerInnen mit migrantischen Hintergrund hatte – nützen, um mit deren Hilfe neue MieterInnen mit gleichem oder ähnlichem kulturellen Hintergrund bein Einzug in die Wohnhausanlage zu begrüßen. “Seit Beginn gab es zwischen Alt- und NeumieterInnen keine Probleme mehr. Die NeumieterInnen wissen, wohin sie sich wenden können, falls sie Hilfe brauchen. Das Projekt hat sich zu 100 Prozent bewährt”, freute sich Karl Heinz über den Erfolg von “Willkommen Nachbar!”.

Neue TeilnehmerInnen sind bei “Willkommen Nachbar!” herzlich willkommen. GemeindemieterInnen und MietervertreterInnen, die beim Projekt mitmachen wollen, wenden sich bitte unter Telefonnummer 01/24503-25956 an die wohnpartner-Zentrale. Nähere Informationen gibt es auch auf www.wohnpartner-wien.at

Nov 112011

Ing. Josef Neumayer ist der neue Direktor von “Wiener Wohnen”. Der 59-jährige gelernte Elektrotechniker war der Leiter der MA 34  – Bau- und Gebäudemanagement.  Der neue Direktor müsse nun gemeinsam mit seinen Mitarbeitern den eingeschlagenen Reformweg fortsetzen. Die bisherige Direktorin von “Wiener Wohnen”, Dr. Daniela Strassl, die seit 2004 diese große Hausverwaltung geleitet hat, übernimmt als Bereichsleiterin für Immobilienstrategie eine neue Aufgabe im Bereich des Immobilienmanagements der Stadt Wien.

MÖCHTEN SIE MIETERVERTRETER/IN WERDEN?

© 2010 Vereinigung der Wiener Mieterbeiräte Suffusion WordPress theme by Sayontan Sinha